Es ist vollbracht! Um 9 Uhr startete ich gestern mit meiner Aktion: "Küche anstreichen, heimelig machen, ihr Feuer wieder entzünden".
Ich muss vorausschicken, dass ich Fotos gemacht habe. "Vorher/Nachher", aber leider mit meiner normalen "Papier-Kamera". Meine digitale hat irgendein Softwareproblem. Ich bekomm die Fotos nicht auf die Festplatte.... Also die kommen noch nach, wenn ich sie entwickelt habe.
Meine erste Aktion barg noch eine unangenehme Überraschung. Zum Thema Wand frei räumen kamen nicht nur Unmengen von Dingen zu Tage, die gleich in den Müll wanderten, nein, auch fast die komplette Wand hinter den Schränken war schimmelig! Mann bin ich froh, dass ich diese Idee gehabt habe! Ich hatte keine Ahnung!!!
Soviel zum Thema kalte Wohnung. Da werde ich in Zukunft besser drauf achten müssen! Nunja, jetzt wundert es mich nicht mehr, dass ich morgens, wenn ich in die Küche kam, erst mal husten musste! Wer weiß, was das noch alles für Auswirkungen hatte!
Aber ich habe den Schimmel fachfräuisch entfernt und auch sonstigen Dreck mit Spinnen und ihren Spinnweben. Es war allerhöchste Zeit würde ich sagen, mal in diese unliebsame Ecke zu schauen. (Jetzt habe ich sie sehr lieb gewonnen, schade, dass Ihr die Bilder noch nicht sehen könnt!)
Das ganze zog sich dann schon eine Weile hin. Über zwei Stunden brauchte ich, bis alles weg und sauber war. Dann noch abkleben und streichen. Gegen 16 Uhr war die komplette Küche fertig. Hat auch länger gedauert wegen der Schimmelgeschichte. Ich musste die Wand ja gut abtrocknen lassen.
Aber die Wirkung ist unbeschreiblich! Es sieht nicht nur klasse aus, auch meine Tochter kriegt sich nicht mehr ein, wie schön die Farbe ist, nein, ein ganz neues Wohlfühlgefühl, das mir echt in letzter Zeit mehr als ab ging, kam auf. Endlich die Motivation dieses neue Prachtstück auch sauber und ordentlich zu halten, sich dort gerne aufzuhalten, dort Energie und Wohlbehagen tanken zu können, das sind völlig in Vergessenheit geratene Befindlichkeiten.
Es zieht seine Kreise, auch der Rest der Wohnung ist betroffen. Seit Wochen schiebe ich es heraus, endlich mal den Esstisch (in der Essecke im Wohnzimmer) neu einzukleiden. Immer die selbe Tischdecke, immer der selbe Look, immer die selben Krümel, die ich immer wieder ignoriert habe.
Also auch dieser Tisch war heute morgen dran. Geht doch nicht, dass dort Sachen aus der neuen Küche stehen. Auf diesem verlotterten Tisch! Also der nächste Rappel und die Ecke hat heute auch sein Sonntagskleidchen anbekommen.
Die nächsten Pläne sind schon gemacht, die Farbe besorgt (Dank Aldi), bald ist der Keller dran. Den Boden zahlt die Vermieterin, die Lampen hat eine Bekannte gerade entsorgt, die Regale gibt es am Dienstag bei IKEA günstig, wenn dann noch der neue Anschluss fürs Telefon und Internet kommt, kann ich mein Büro unten beziehen und habe endlich mehr Platz zum Arbeiten und eine Möbelentlastung im Wohnzimmer.
Aus dem Steinsäckcken habe ich einen Stein in meine Glücksschale gelegt, der Blockaden im Raum auflösen soll. Scheint zu funktionieren! Von meiner Lustlosigkeit ist nichts mehr zu spüren!!!!! Sogar meine Tochter wundert sich nur noch über mich!
Ade liebe Depression!





Kurz vor der Abfahrt überkam mich so die Idee, dass ich doch mal nach Matratzenauflagen schauen könnte. Mich plagte doch schon seit Monaten eine ziemlich unangenehme Situation. Um unsere Kasse aufzubessern, haben wir immer wieder Sprachschüler oder auch mal für länger einen Dauermieter zu Gast. Das heißt für mich, ich muss mein Schlafzimmer räumen und im Wohnzimmer nächtigen. Damit habe ich eigentlich kein Problem, ich kenne es seit Jahren nicht anders und habe dort das Fernsehen am Bett, was ich schon ab und zu genieße. (würde mir aber nie einen ins Schlafzimmer stellen! ;-) )
Heute habe ich mich trotz der großen Hitze mit meiner Tochter auf den Weg nach München gemacht. Mit der S-Bahn kein Problem. In einer halben Stunde ist man da. Wir wollten uns ein bisschen auf dem
Ach herrlich, endlich wird es warm, die Sonne lässt es endlich zu, dass man sich leicht bekleidet auf die Terrasse setzen kann, wie heute geschehen, und ein kindfreier Nachmittag hat mich dazu verleitet, meine Seele einfach baumeln zu lassen, in meinem Lieblingsbuch von Paulo Coelho 
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