Ich lese ja die verschiedensten Bücher und auch Newsletter, die darauf abzielen sein Leben erfolgreicher zu gestalten. Eigentlich liest man nie viel Neues, in der Hinsicht ist schon alles gesagt, so kommt es mir vor, aber eine Sache stach dann doch mal heraus, weil ein neuer Begriff verwendet wurde, der meine Aufmerksamkeit erregte.
"Kaizen" war das Stichwort. Siehe auch Wikipedia! Bei mir ist es ja so, dass ich ständig riesige To-do-Listen führe. Meine ganzen Unternehmungen erfordern ein ganz schönes Management und ohne diese Listen würde ich überhaupt nicht mehr klar kommen, da einiges unter den Tisch fallen würde, hätte ich es nicht Schwarz auf Weiß zur Erinnerung.
Oft ist es so viel, ein ganzer Berg, den es gilt abzuarbeiten, dass ich eher gelähmt und blockiert bin, als motiviert mich an die Arbeit zu machen. Aber der Anspruch, alles zu schaffen, ist einfach zu hoch gesteckt, es reicht oft, wenn man jeden Tag ein oder zwei Punkte erledigt. Jeden Tag so verfolgt, wird es tatsächlich weniger! Also eine Liste mit 365 Dingen, die zu erledigen sind, habe selbst ich noch nicht geschafft. Also kann man es in weniger als einem Jahr schaffen, alles auf die Reihe zu bekommen.
Termine werden sowieso erledigt, da ist genug Druck, um diese Dinge nicht endlos vor sich her zu schieben, aber was ist mit Verbesserungen, Erledigungen, die keinem Termin unterlegen sind? Z.B. die Ummeldung des Telefons. Keine Notwendigkeit, aber ist halt irgendwann mal zu machen. Selbst das, und ich habe es jetzt ewig vor mir her geschoben, ist nun endlich erledigt.
Aber warum Kaizen? Eigentlich kommt der japanische Begriff aus der Geschäftswelt. Da sollen Unternehmen, Firmen und deren Abläufe ständig verbessert werden. Und zwar nicht spunghaft und innovativ, sondern Schritt für Schritt, eins nach dem anderen.
Ich habe das nun übernommen. Nicht nur meine To-do-Listen werden in kleinen aber beständigen Schritten abgebaut auch anderes, was ich täglich mehr verbessern möchte wird so angegangen. Jeden Tag eine kleine Veränderung in meiner Wohnung. Keine Hau-Ruck-Aktion, weil schon lange nichts mehr passiert ist, sondern jeden Tag eine kleine Reparatur, eine Schublade aufgeräumt, ein Fenster geputzt, kleine Aktionen, die mich nicht lähmen, weil es mir so viel vorkommt, nein, sie machen Lust auf mehr und aus einem geputzten Fenster werden dann sogar mehrere.
Wollte schon mal jemand von Euch ein Buch schreiben? Jeden Tag eine Seite! Dann habt Ihr nach einem Jahr ein ganzes Buch fertig! Man muss dazu nicht drei Monate in die Einöde. Beständig eine Seite am Tag und irgendwann ist es ohne großen Aufwand fertig.
Auch schult man den Willen und die Disziplin damit. Am Anfang ist man ja schon mit kleinen Anforderungen überfordert, aber wenn man täglich was daran tut, etwas an seinem Leben, seinem Umfeld oder an sich selbst zu verbessern bekommt man auch Übung und es kann täglich mehr geschafft werden.
Also ich bin schon fleißig am Üben. Probiert es doch auch mal!





Einen Traum hatte ich übrigens auch wieder. Diesmal war ich auf Mallorca. Ein paar Tage zum Arbeiten. Die Arbeit war gleich am Strand, nur durch eine Straße getrennt, aber ich war die ganze Zeit nicht einmal im Wasser gewesen. Als wir dann zum Bus aufbrachen um wieder nach Deutschland zu fahren, dachte ich mir, dass ich doch wenigstens 1 x reinspringen könnte. Ich hatte keinen Badeanzug dabei. Also wie das Nass genießen?

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